Jetzt starten

Für den i.MX 95 sind bereits erste Entwicklungsboards vorhanden, sodass Entwickler bereits mit Evaluierung und Entwicklung beginnen können.
Für den i.MX 95 sind bereits erste Entwicklungsboards vorhanden, sodass Entwickler bereits mit Evaluierung und Entwicklung beginnen können.Bild: TeDo Verlag GmbH

Beide Prozessorfamilien verfügen über leistungsstarke Imaging-Pipelines mit integrierten ISPs (Image Signal Processors), die Rohbilddaten in Echtzeit vorverarbeiten, inkl. HDR-Processing, Rauschunterdrückung, Kantenschärfung, Belichtungssteuerung und Weißabgleich. Die ISP-Einheit des i.MX 8M Plus verarbeitet Bilddatenströme mit bis zu 12MP (eine Kamera) oder je 2MP bei zwei Kameras. Der i.MX 95 unterstützt zwei Kameras mit je bis zu 12MP. Auch die H.246/H.265-Komprimierung erfolgt nun mit 4k-Auflösung. Die neue Multi-ROI-Funktion erlaubt eine gezielte Analyse einzelner Bildbereiche. Die Leistung bei neuronalen Netzen wurde gegenüber dem i.MX 8M Plus um den Faktor zwei bis drei gesteigert, was auch komplexe KI-Anwendungen direkt auf dem Gerät – ohne Cloud-Anbindung – ermöglicht. Beide Prozessoren verfügen über zwei MIPI CSI-2-Schnittstellen. Beim i.MX 95 lassen sich per MIPI Virtual Channels sogar bis zu acht 1080p30-Kameras anbinden, z.B. über FPD-Link III und das phyCam-L-Interface von Phytec. Damit ist der Prozessor ideal für Multi-Kamera-Systeme wie Rundumsicht-Anwendungen.

Entwicklung jetzt beginnen

Für eine einfache Integration bietet Phytec System on Modules (SoM), Development Kits und individuelle Embedded-Vision-Lösungen. Das phyCore-i.MX 8M Plus Modul und das phyBoard-Pollux kommen bereits in vielen Projekten zum Einsatz. Dazu liefert Phytec ein umfangreiches Vision-Ecosystem inkl. passender Kameramodule, die bereits einsatzfertig im Linux-BSP integriert sind. Bei Bedarf übernimmt die Firma auch die Kalibrierung des ISP für individuelle Kamera-Objektiv-Kombinationen. Für den i.MX 95 sind bereits erste Entwicklungsboards vorhanden, sodass Entwickler schon mit Evaluierung und Entwicklung beginnen können. Unter Berücksichtigung typischer Entwicklungszyklen könnten erste Produkte mit dem i.MX 95 Prozessor Anfang 2026 in Serie gehen, zeitgleich mit der aktuell angekündigten Serienverfügbarkeit des Prozessors seitens NXP. Dank des Phytec-Standards FPSC sind die phyCore-Lötmodule mit i.MX 8M Plus und dem i.MX 95 kompatibel. So ist ein Upgrade auf die neueste Prozessorgeneration auch in bestehenden Serienprodukten möglich.